Im Untergrund brodelt’s! Und das ziemlich gewaltig. DECEMBER FLOWER ist die Essenz aus den deutschen HYPOCRISY: CHRONICLE OF TYRANTS. Ab und an ist dies auch aus dem nun endlich erschienenen Debüt „Moloch“ herauszuhören. So ist auch hier die gute Portion Black Metal verpackt in noch viel besseren Melodic Death Metal das Erfolgsrezept. Eine Spur härter und bissiger erscheint mir DECEMBER FLOWERs „Moloch“ dann doch; die Songs haben mehr Kanten, was ich eher als Charakter bezeichnen will, machen diese doch erst ein gutes Album aus. „Moloch“ lebt vom gesunden Wechsel brachialer Riffs, kratzigen Mid-Vocals, kreativ ausgedehnten Melodien, beinahe schon zu weichen Keyboard-Interludes und passgenauen Soli. Das wirklich gelungene Arrangement über jeden Song hinweg bis zum Gesamtbild des Albums sollte in Verbindung mit der Vorzeige-Produktion von s/w Recordings und einer Gütesiegel-Live-„Sehr gut“-Garantie wohl die Wartezeit auf einen hochdatierten Plattendeal zu einem äußerst kurzweiligen Erlebnis machen.
6 Tracks; 22:40 Minuten |