Bereits mit dem Opener „The Golem and the Copy Cat“ klopft das aus Deutschland, Österreich und USA stammende Quartett WORLD COME DOWN auf ihrem Debüt „Skullflower“ sich ehrfurchtsgebietend auf die angeschwellte Gorillabrust. Ohne Kompromisse werden brachial thrashige Riffs um die Ohren gehauen. Und ja, als erstes fällt auch mir der Aufschrei freudestrahlenden Metallgenusses ein: „SLAYER!“. Schnell wird jedoch klar, dass die anfangs so klare Linie durch langsame Melodien, knackige Soli und Energiesammelparts unterbrochen wird, um immer wieder dieser Energie impulsiv nachzugeben. Ähnlich virtuos brettert auch der gleich der nächste Song „Haunted“ durch die Boxen. Es bleibt beim Old-School-Thrash: schnell gnadenlos, grnadios. Jedoch mit einer Spur neoamerikanischem Melodieeinbruch. „Hang“ bietet dann endlich dem schmerzenden Nacken eine Pause. Hier dominieren schwere Melodien und poppige Songstrukturen. Diese Abläufe wiederholen sich zwar über das Gesamte Album, doch beweisen WORLD COME DOWN wirklich kreatives Geschick und musikalische Professionalität. Selten gelang es einer Band wie WORLD COME DOWN das Spektrum eines Spannungsbogens derartig songdienlich auszunutzen.
11 Tracks; 59:44 Minuten |