“Wir sind keine Kopie von Scar Symmetry”, so Jani Stefanovic für Blabbermouth über SOULTION .45 Debüt „For Aeons Past“, das seit April diesen Jahres in Europa vertrieben wird. Wie kommt der gute Mann dazu so etwas rechtfertigen zu müssen? Mit dem Ausstieg von Gesangswunder und Multitalent Christian Älvestam aus der Schweden-Pop-Death-Combo Scar Symmetry und dem zeitgleichen Einstieg in SOLUTION .45 röhrt der gute wie in alten Zeiten in Abwechslung seiner einzigartigen Clean-Stimme, was natürlich den Stil Scar Symmetrys mit prägte. Nun setzt er dieser Band nicht nur mit seiner unverwechselbaren Stimme, sondern zudem mit einem Songtitel („Solution .45“, Album: More to the Story Than Meets the Eye (EP, 1997), Cimmerian (full length, 1999)) seiner derzeitigen Band Unmoored SOLUTION .45 seinen Stempel auf. Schaut man sich jedoch die bereits seit 2007 bestehende Death Metal Band aus Schweden genauer an, so erkennt man, dass sich die Melodic Deather im kühlen Norden doch in vielerlei Hinsicht einig zu sein scheinen, was straighten und melodiösen Death Metal angeht. Bandgründer Stefanovic, selbst Gitarrist bei Miseration, reiht zugleich aus dieser Fraktion der härteren Gangart Drummer Rolf Pilve mit ein. Mit Tom Gardiner wurde die Gitarrenkombination geradezu perfekt und Bassist Andres Edlund rundet die Band schlichtweg umfassend gut ab. Darüber hinaus liest sich die Besetzung im Zusammenhang mit den gleichzeitigen oder vergangenen Bandaktivitäten wie eine Zusammenfassung der besten schwedischen Melodic Death Metal Bands. Aber nun gut, was macht denn nun „For Aeons Past“ aus? – Eben genau diese Mischung! Im Vergleich zu Scar Symmetry sind die Death-Parts düsterer und schwerer und haben einfach mehr Wumms. Hin und wieder werden die sonst Mosch-Rhythmus-Parts durch zackige Interludes, knackige Soli und schnulzig-weiche Pop-Parts unterbrochen, was man von Scar Symmetry ja schon lange nicht mehr gehört hat. Und was mir am besten gefällt und einen weiteren positiven Unterschied ausmacht: Keyboarder Mikko Härkin ist nur zu Gast und hält sich zum größten Teil zurück.
11 Tracks; 65 Minuten Spielzeit
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