„A Gloryfied Piece of Blue Sky“ ist ein absolut düsteres Machwerk der Chicagoer Doomer THE ATLAS MOTH. Dunkel, rustikal und abgrundtief hässlich bauen sich die einzelnen Songs auf, in denen ein markant langsames Drumming, eine meist langsame, fast bodenständige Gitarre, eine Midtempo-Gitarre das Bild prägen. Der Bass geht schlicht durch seine Verzerrung im Bandgewühle unter, ist nicht hör- aber dafür spürbar. Ich habe allerdings selten die Erfahrung gemacht, dass im Doom derartig klar und nachvollziehbar mit musikalischen Gegensätzen gespielt wird, die sich bei mir buchstäblich als innere Zerrissenheit und irgendwie angenehmes Unwohlsein widerspiegelt. Denn auch die Vocals stehen durch viele hochtönige, verzerrte Akzente im Gegensatz zur tiefen und eher langsamen Musik der restlichen Band. Natürlich ist „A Gloryfied Piece of Blue Sky“ nichts für die schönen, lauen Sommerabende, als viel mehr für die düster, niederdrückenden Regennächte bei Gewitter. Auch sollte man sich in solchen emotionalen Schattenseiten auskennen, bevor mach sich bewusst dieser Musik hingibt. Doch damit nicht genug. Mehrfach treten, für mich glücklicherweise, Midtempopassagen auf, die erweitert durch Rock-Elemente (z. B. in „Grey Wolves“) eine mir willkommene Abwechslung bieten und ein Licht am Ende des Tunnels bieten. - Düstere Pfade für den geübten Doom-Wandersmann bzw. die geübte Doom-Wandersfrau.
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