GRAND MAGUS gehörte seit dem Debüt 2001 zu einem der absoluten Geheimstipps und musikalischen Köstlichkeiten aus dem hohen Schweden. 2008 lenkte dann mit „Iron Will“ auch der mitteleuropäische Raum den Blick oder viel mehr das Gehör in dessen Richtung. Es folgten vielerlei großspurige Gigs. Mit „Hammer of the North“ kommt nun ein Opus auf den Markt, der mit den gleichen Vorurteilen und Erwartungen zu kämpfen hat, die generell mit einem Folgealbum nach dem „Durchbruch“ einhergehen. Es bleibt jedoch wie bei den Releases zuvor: sehr guter, in sich stimmiger Stoner Rock mit stimmlichen und Solotechnischen Ausflügen in den Heavy Metal. Dabei wirken die drei Schweden doch eher wie Black oder Doom Metaller, den man eine solche musikalische Leichtigkeit und Vielseitigkeit nicht zutrauen würde. Prunkstück dieses Albums ist der gleichnamige Song. Zugleich fasst er scheinbar die Elemente der restlichen Songs kurz in sich zusammen. Ruhige Doom Passagen wechseln sich mit treibenden schweren Stoner Riffs ab und werden durch teils kongruente Gitarrensoli unterstützt, die ebenfalls teils schneller und trilliger vonstatten gehen. Zudem stellt Sänger JB Christofferson in ziemlich jedem Song seine große Bandbreite und Klangfarbenvielfalt unter Beweis, die sehr Heavy Metal ist, jedoch nach „mehr Eiern“ klingt. – Also kraft- und druckvoll und zugleich harmonisch. Für mich DAS Sommeralbum, das bei mir seit Release rauf und runter läuft! |