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Metal, Bier und Wurstsalat

 Arne Schönfelder


Erscheinungsdatum: 15.09.2009
bei ZST-Verlag
MySpace: www.myspace.com/metalbierundwurstsalat
 

Um einmal für ein wenig Abwechslung zu sorgen soll es in diesem kurzen textlichen Intermezzo nicht um eine rubrikkohärente DVD-Vorstellung, sondern um ein Hochgenuss alteingesessener schriftlicher Unterhaltung in Form eines Buches gehen.

Das Ganze nennt sich, bzw. viel mehr nennt es der Autor himself, „Metal, Bier und Wurstsalat“. Erschienen ist es bereits vor einiger Zeit (2009, ZSR-Verlag) und doch soll hier insbesondere darauf aufmerksam gemacht werden. Inhaltlich geht es um einen 19jährigen Metalhead namens Simon, der in seinem Heimatkaff Apen eine urige Thrash-Metal-Band gründet, mit der er nicht unbedingt Reichtum, sondern viel mehr Spaß erwirtschaften will. Und dass am besten auf den Brettern, die die Welt bedeuten: den großen Bühnen der Welt und vor allem der größten Bühne: Wacken.
Nun gut. Eigentlich etwas für die Leserbriefe-Seite in einer der bekannten Metal-Magazine, mag sich der eine oder andere – genau wie ich mich zu Anfang – denken, doch weit gefehlt. Den Rahmen bietet die Geschichte, bei der wohl ziemlich jeder metalabhängige Rabauke mitreden kann. Viel Metal, viel Bier, und komischer Weise sind alle anderen seltsam, nur ich nicht. Dabei sieht sich auch Simon in seiner „normalen“ Umwelt voller alltäglicher Quälereien wie Job, Geld, die Oma und Vaters Geburtstag irgendwie nicht richtig aufgehoben und bedient sich einer kleinen Gruppe ebenfalls ausbrecherischer Jungs, die noch voller Enthusiasmus und Träumereien stecken, um wenigstens für kurze Momente aus dieser Welt auszubrechen. 
Ich muss ehrlich zugeben, dass mich manchmal die etwas erzwungen wirkende Sprache aus meiner kleine „Hö-ja-genau-das-kenn-ich-auch-noch-war-das-geil“-Stimmung heraus holte. Im absoluten Leseflow stolpert man doch noch hin und wieder über pseudorationale Ausdrücke, die stellenweise eher wie eine Review klingen. Hehe.
Doch alles in allem kann ich ruhigen Gewissens jedem dieses absolut lesenswerte Schriftstück ans Herz bzw. die Kutte legen. Es ist randvoll mit kleinen Kalauern, großen Schenkelklopfern und einer guten Portion Herzschmerz. Leider war ich mit dem Buch zu schnell durch. Doch es liegt bereits säuberlich eingepackt bei meinem Festival-Zubehör. Denn ich kann mir hierzu keine bessere Umgebung vorstellen als eine genau so rustikale von Metal, Bier und Wurstsalat (wenn es bei mir auch eher Grillfleisch sein wird) getränkten Luft auf einem Festival!

Das Ende will ich nicht verraten, aber ich hoffe doch, dass es eine Fortsetzung gibt?!




255 Seiten; viel zu wenig Spielzeit

 


   (0 = grausam, 7 = sehr gut)

5 von 7 Schädel 
 

DVD-Review von  Grinch
 
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