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09.01.2008

Andi u. Klaus von EXECRATE

 
 

 

Vor einiger Zeit haben wir von BoneMetal.de eine Rezension über eine grandiose Death Metal – Platte geschrieben. Die Band EXECRATE hat gewaltiges Potential und da geht so einiges ab. Ich (Eggy) habe der Band ein paar Fragen gestellt. Andi (Gitarre) und Klaus (Bass) haben sich denen gestellt und das ist das Resultat:

Eggy: EXECRATE gibt es seit über 10 Jahren. Am Anfang ein paar Worte über die Geschichte und
Entstehung von EXECRATE. Wieso DEATH METAL?


Andi: Gegründet wurde die Band 1994 unter anderen von Hansi (Drums) und mir aus `ner Bierlaune heraus. „Langweilig, wat sollen wir mal machen ?“ - „ Gründen wir `ne Band!“ - „Jau, prost!“.Wir haben auch erst die Band gegründet und dann unsere Instrumente gelernt, so klang das auch. Am Anfang haben wir nur aus Spaß gespielt, doch schon bald wurden wir ernsthafter und ehrgeiziger und bald klang die Musik auch nach Metal. 1998 nahmen wir dann unser Debut Weeping Angel auf, danach gab es lange Zeit Besetzungsprobleme und wir dümpelten im Proberaum rum. 2004 stand dann das derzeitige Lineup mit Masae (Vox), Andi (Vox,Git), Christoph (Git), Klaus (Bass) und Hansi (Drums). 2005 veröffentlichten wir dann die „Aggressor“.
Wir standen zur Gründungszeit auf Bands wie Carcass, At the Gates, Morbid Angel etc. und daraus hat sich einfach ergeben das unser Sound auch in diese Richtung gehen wird, einfach weil uns diese Musik gefällt.


Eggy:

Eine erstklassige Death Metal Stimme, die Masae hat. Wenn man es nicht weiß, würde ich
wetten, dass 75 % der Hörer von eurem aktuellem Album Aggressor nicht darauf kommen, dass ihr eine Frau am Gesang habt. Wie kam es dazu und wie war das erste Feedback (soll nicht abwertend sein..ich finde es klasse)?


Klaus: Nachdem unser damaliger Sänger aus gesundheitlichen Gründen aussteigen musste, haben wir zwei Jahre relativ erfolglos einen Nachfolger gesucht. Zu Masae sind wir über Rüdi von Path of Golconda gekommen.
Das erste Feedback entspricht Deiner Wette. Bei unserem ersten gemeinsamen Gig in Amsterdam hat der Veranstalter Masae fürn Kerl gehalten. Sie war leicht entrüstet.
Andi: Das Feedback ist in der Regel positiv. Man erwartet halt nicht von so einer kleinen zierlichen Person, daß sie diese Geräusche fabrizieren kann, aber Masae ist eben nicht bei Execrate, aufgrund der Tatsache das sie `ne Frau ist und wir uns davon einen Promotionvorteil erhoffen, sondern weil die Frau Death Metal singen kann. Hätten wir einen besseren Sänger gefunden, hätte der den Job bekommen, es war aber niemand besser...

Eggy: Andi growlt in diversen Songs mit, was diesen das gewisse Etwas verpasst. Wird es live auch so umgesetzt oder übernimmt Masae alles?

Andi: Live setzen wir das 1:1 so um wie auf CD.

Eggy: Wie lasst ihr euch inspirieren und von was beeinflussen (musikalisch und textlich)?Erzählt mir etwas über den Inhalt von Aggressor?

Klaus: Aggressor hat keine klare Linie.
Andi(lacht): So wie wir...
Klaus: Das liegt vor allem daran, dass die Songs über einen Zeitraum von vier Jahren entstanden sind. Ausserdem haben die Texte auf Aggressor drei verschiedenen Leute geschrieben.
Andi(lacht): Ob das `ne gute Idee war, daß Du Texte schreiben durftest ?
Klaus(lacht): Schnauze! Da ich der Klügste bin, haben die...
Andi(lacht): Wenn die Sonne einer Kultur tief steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten.
Klaus(lacht): haben die anderen Passelacken mich damit beauftragt, diesem geistlosen Gebolze einen Funken Restniveau einzuhauchen.
Andi(lacht): „Fisting my brain“! Neee, is klar...
Klaus: Die verarbeiteten Themen haben eine große Bandbreite. Es geht um politisches, historisches, soziales und teilweise auch sehr persönliches. Es befindet sich aber auch ein nicht ganz so ernst gemeinter Text auf der Scheibe.
Andi: Wir sind eben ganz normale Menschen und wollen kein bestimmtes Image pflegen. Deswegen müssen auch unsere Texte nicht besonders blutig oder sonstwas sein.
Musikalisch entstehen die Songs meistens aus dem Bauch heraus.
Klaus(lacht): Versuchst Du Deine Blähungen auf der Gitarre nachzuspielen?
Andi(lacht): Ich könnte das wenigstens...
Andi: Meistens entsteht aus dem Jammen heraus ein Riff, auf dem ich dann aufbaue. Wenn die Inspiration da ist, ist der Song auch meistens nach ein paar Stunden fertig. Woher sie kommt, kann ich nicht sagen, irgendwann ist eine bestimmte Stimmung da und dann läuft es.
Klaus: Ich lass Andis Musik auf mich wirken und schaue, was für Bilder in meinem Kopf entstehen. Daraus wird dann eine Geschichte, die ich vertexte. Andi ist meine (Pampel-) Muse.

Eggy: Ich habe gelesen, dass ihr im Januar eine neue Platte aufnehmen werdet. Gibt es schon
Informationen, die publik gemacht werden können? Wie wird sich die Platte von Aggressor
unterscheiden?


Andi: Wahrscheinlich wird die neue Scheibe „Sweating Blood“ heißen und 11 oder 12 Songs beinhalten. Wir haben das Tempo nochmal etwas angezogen, es wird mehr Grooveparts geben, aber auch die melodische Seite wird nicht zu kurz kommen.
Klaus: Wenn Ihr wissen wollt, wie das klingt: Kommt zu unseren Konzerten.


Eggy: Wie ist eure Meinung über NS-Black Metal und über die Suppe, die in diesem Bereich gerade sehr heiß gekocht wird?

Klaus: Verblendete peinliche Vollidioten, die den Knall nicht gehört haben und abstrusen Ideologien hinterher jagen, die sich Satanseidank in der Vergangenheit als nicht (lange) durchführbar erwiesen haben.
Andi: Wir leben in einer Demokratie, in der jeder Vollspaten seine Meinung äußern darf.
Klaus(lacht): Arschloch.
Andi(lacht): Ich mein die Braunen...
Klaus(lacht): Ach so...
Andi: In konkreten Fällen ist einfach Zivilcourage gefragt, um dem braunen Pack die Basis zu entziehen.

Eggy: Kommen wir zu dem Thema moderne Musik. In der heutigen Zeit wird ja leider alles gekreuzt.
Unter anderem auch der Death Metal mit anderen Stilen. Metal-Core ist das Stichwort. Emo-
Core... Gebt mir eure Meinung dazu?


Klaus(lacht): Verblendete peinliche Vollidioten, die den Knall nicht gehört haben und abstrusen Ideologien hinterher jagen, die sich Satanseidank in der Vergangenheit als nicht (lange) durchführbar erwiesen haben.
Andi(lacht): Wir leben in einer Demokratie, in der jeder Vollspaten seine Meinung äußern darf.
Klaus(lacht): Arschloch.
Andi(lacht): Ich mein die Emos...
Klaus(lacht): Ach so...
Andi(lacht): In konkreten Fällen ist einfach Zivilcourage gefragt, um dem Emo-Pack die Basis zu entziehen.
Andi: Mal im Ernst. Ich denke es ist Schwachsinn Musik in ein, zwei Worte zu fassen. Metalcore, Emocore, Death-Metal, Hausfrauen-Polka. Wer prägt diese Begriffe ? Was kann man sich darunter vorstellen ? Man kann sich Musik einfach nur anhören und dann sagen, das gefällt mir, das gefällt mir nicht, das Rad neu erfunden hat schon lange keiner mehr. Wenn die Musik gut gemacht ist, respektiere ich das und die Leute sollen machen was Ihnen gefällt, ob mir das gefällt ist mein Problem.
Klaus: Es gibt bei jeder dieser Bezeichnungen ein oder zwei Bands, die dem Klischee entsprechen. Die meisten anderen Bands haben in ihrer Musik einzelne Elemente, die genretypisch sind, daneben aber auch viele andere Elemente aus anderen Genres. Ich halte es für Kappes, Bands in eine Stilschublade zu stopfen, nur weil der Sänger ne bescheuerte Heulsuse ist oder so...

Eggy: Es kommt ja immer wieder vor, dass sich Bands auflösen. Das bleibt ja nun nicht aus. Aber es
ist doch schon fast voraussehbar, dass sich 50 % davon wieder zusammenschließen und eine
Wiedervereinigung „feiern“. Wie denkt ihr über sowas?


Klaus: Reunion is die gleiche faulige Liga wie Best of Album.
Andi: Es gibt einige Reunions die mich interessieren. Ich freue mich darauf das ich Carcass endlich live sehen kann, denn das Vergnügen hatte ich bisher noch nicht und ob ich mir eine CD von einer wiedervereinigten oder neuen Band kaufe ist doch egal. Die Musik auf der CD muss mir gefallen.

Eggy: Was sind eure Pläne in der nächsten Zeit (außer ins Studio gehen)?

Andi: Erstmal die neue Scheibe einspielen und dann so oft wie möglich die Leute live mit unserer Musik belästigen.

Eggy: Am Ende noch ein paar Worte für die Leser von BoneMetal.de?

Andi: Erstmal danke fürs Interview. Wat soll man sagen: Kauft unsere CDs, kommt zu unseren Konzerten und habt weiter Spaß mit Musik!!!

Eggy: Vielen Dank für das Interview und weiterhin STAY BRUTAL!


 
Interview von  Eggy
 
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