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Hammerfall, Stratovaius, Shakra. Docks Hamburg vom 10.11.2005

 

Es ist 14:00 Uhr, als ich bei den Docks ankam. Ich bin immer bei Konzerten sehr früh, da um Freunde und Musiker zu treffen, die man sonst sehr selten sieht. Kaum bei den Docks angekommen, liefen mir die Schweizer Jungs von Shakra über den Weg. Die liefen den ganzen Tag wie von Bienen gestochen quer durch St. Pauli. Sah schon lustig aus, 5 Männer mit Sonnenbrillen und langen schwarzen Ledermänteln... zudem keine Sonne schien. Später traf ich noch Joachim, Anders, Oscar und Stefan von Hammerfall, sowie Timo Kotipelto und Lauri(der neue Bassist) von Stratovarius. Gegen 17:00 Uhr stellte ich mich an. Es waren schon erstaunlich viele Leute dort. Einlass war um 18:00 Uhr. Ich hatte gerade noch das Glück den letzten Platz in der Front Row zu ergattern, es dauerte länger bis man mir den Photopass ausgehändigt hatte. Nach einer kurzen Wartezeit ging es auch schon mit den Schweizern Metallern Shakra los. Bis zum heutigen Abend war mir die Band unbekannt. Eine echte Bildungslücke in Sachen Metal, wie sich herausstellte! Sie lieferten eine super Show ab und es schien so als wäre ich nicht allein mit dieser Meinung, so wie die Leute abgingen! Es lohnt sich auf jeden Fall sich diese Band mal zu Gemüte zu führen, in meinem CD-Regal wird man mit Sicherheit ab sofort ihren Namen lesen können!. Als Vorband spielten Sie leider nur 30 Minuten. War meiner Meinung nach viel zu kurz.

Setlist Shakra:

Chains Of Temptation
Too Good For Me
She`s My Ecstacy
Now Or Never
Take Me Now
Why Don´t You Call Me
Rising High


Nachdem Shakra die Bühne verließ, ging der Vorhang zu und eine längere Umbaupause begann. Nach ca. 20 Minuten wurde es dunkel, der Vorhang ging auf und es kam ein dünner schwarzer, transparenter Vorhang mit der Stratovarius-Lilie zum Vorschein. Zu einem orchestralem Lied wurde auf 2 Leinwänden eine Art Tourreport von Stratovarius gezeigt. War anfangs ganz interessant, aber nach 5 Minuten hat man sich schon gelangweilt. Als Intro definitiv zu lang, es dauerte fast 7 Minuten bis Stratovarius auf die Bühne kamen. Als erstes Lied kam die neue Singleauskopplung Maniac Dance. Das Publikum tobte. Verständlich, denn Stratovarius waren ja fast Geschichte... Nun spiegeln sie die alte Einheit wieder, so scheint es jedenfalls auf der Bühne. Ich habe noch nie einen so augeglichenen Timo Tolkki gesehen. Als neuer Bassist kam Lauri R. dazu, Jari hatte keine Lust mehr zu touren und verließ die Band. Für mich der Highlight des Abends! Die Tracklist war sehr abwechslungsreich. Alle möglichen Songs aus der Stratovarius-Ära. Schnelle Songs wie Eagleheart und die Ballade Forever waren die Highlights. Auf Songs aus dem aktuellen Album wurde fast ganz verzichtet, was ich weniger schlimm fand, denn meiner Meinung nach hat dieses Album an Qualität verloren! Der Sound war super, der Lightmix war spitze... und die Band spielte zusammen wie man es von ihnen gewohnt ist! Timo Kotipelto schleuderte den Mikrofonständer über die Bühne, die Show machte einfach Spaß. Wer Stratovarius live gesehen hat kann verstehen warum. Tolkki wirkt auf der Bühne immer noch etwas kühl und lustlos, aber wenigstens hat er ab und zu gelächelt was man sehr selten sieht. Stratovarius spielten 70 Minuten, was völlig ok war. In Deutschland ist Hammerfall der Hauptheadliner.

Setlist Stratovarius:

Maniac Dance
Speed Of Light
Kiss Of Judas
Eagleheart
Father Time
Fight
Forever
United
Hunting High And Low
Destiny
Black Diamond


Und wieder schloss sich der Vorhang für ca. 20 Minuten. Was mich erwarten würde, konnte ich mir schon fast denken, ich sah Hammerfall schon mal dieses Jahr im Frühjahr auf der Icebreaker Tour. Nachdem der Vorhang aufging, war ich etwas enttäuscht. Man benutze den gleichen Bühnenaufbau wie im Frühjahr, nur sah man, dass die künstlichen Felsen gelitten haben, die weisse Farbe war schon arg abgebröckelt. Mir gefiel der Bühnenaufbau 2003 besser, die Schneelandschaft wirkt irgentwie langweilig. Hammerfalls Auftritte sind immer gigantisch. Wenn man die noch nicht live gesehen hat, sollte man sich so was nicht entgehen lassen. Jede Menge pyrotechnische Effekte, künstlicher Schnee (der übrigends dieses mal sehr komisch schmeckte und im Hals kratzte). Es fing an zu schneien, Hammerfall betraten die Bühne. Das Publikum rückte näher nach vorne...Man merkte schnell das die meisten Leute eher Hammerfall, als Shakra oder Stratovarius-Fans waren. Der Sound war erstaunlich gut abgemischt. Der Lightmix jedoch unter aller Kanone. Die meisten Scheinwerfer waren im Hintergrund, und nicht auf die Band gerichtet. Die Setlist war auch sehr gut ausgewählt, von jedem Album war was dabei. Leider war es die gleichen Songs wie auf der Icebreaker Tour. Es kam mir vor wie eine Wiederholung, die Show war zu 99% die Gleiche. Gleiche Setlist, gleiche Gags, das selbe Auftreten der Band. Es kam mir vor als ob die für die Show ein Drehbuch hatten. Ich bin stellenweise fast eingeschlafen, nur die extrem lauten Pyros hielten mich wach. Hammerfall ist ausnahmslos eine super Band, aber die Liveshow sollten die abwechslungsreicher gestalten. Was mir sehr gefiel war Anders Drumsolo“Morgen kommt der Weihnachtsmann“! Sehr geil gemacht und sorgte für weit verbreitetes grinsen! Joachim animierte das Publikum zum mitsingen, was auch super gelang. Ohne Zweifel ein wahrer Frontmann. Hammerfall spielten ca. 90 Minuten. Die Menge tobte und bangte was das Zeug hielt! Zusammenfassend eine gute Show, für jemanden der Hammerfall aber schon auf dieser Tour gesehen hat, nicht unbedingt zu empfehlen. Für den Preis von 30 Euro ist das aber schon nicht schlecht, 2 Headliner und eine Vorband, die eigentlich auch Headliner sein könnte!

Setlist Hammerfall:

Intro
Secrets
Riders Of The Storm
Renegade
Let The Hammer Fall
Hammerfall
Drumsolo
Glory To The Brave
Fury Of The Wild
At The End Of The Rainbow
Steel Meets Steel
Blood Bound
Heeding The Call
……………………………….
Zugaben:
Templars Of Steel
Hammer Of Justice
Hearts On Fire

 
Beitrag von  Denise
 
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