Es begab sich zum Anfang September, ich wurde eingeladen wurde, dass Occultfest in den schönen Niederlanden zu besuchen.
Eingetroffen bin ich dort bereits am Freitag, damit ich mich schon mal vertraut machen kann mit den Essens- und Trinkgewohnheiten unser westlichen Nachbarn. Haben keine Steaks auf dem Grill, aber ich wusste zu helfen, indem ich etwas mitbrachte. Zudem wurde die Nacht durch musikalische Unterstützung eines DJ's schmackhaft gemacht.
Die musikalisch Vielfalt hätte zwar besser sein können, doch auch so konnte man sich bei relativ guter Musik und vergnüglicher Atmosphäre in sehr angenehmen Smalltalk verzetteln. Und schwupps war es nahezu morgens. Ein hoch auf keinen Dosenpfand, denn dadurch wurden die Preise zu einem echten Highlight für Festivals.
Zur Sicherheit legte ich mich dann auch nur für sehr kurze Zeit hin, damit ich nicht etwas verpasse vom morgentlichen Treiben auf dem Campingplatz. Die Stimmung auf dem Festival war ein echter Hochgenuss, daher schmeckte das Bier leider schon morgens zu gut.
Durch eine etwas verspätet eingetroffene P.A. Wurde es dann etwas hektisch, doch das macht ein Festival nicht unbedingt schlecht.
Leider war aber der Sound nicht gerade überragend, was sicherlich durch die zu kurze Zeit die zur Verfügung stand um einen Soundcheck zu machen verursacht wurde.
Es begann mit der niederländischen Band Esker, welche live leider nicht so wirklich zogen. Ihre Musik geht in die Richtung melodischen Death-Black, mit coolen Screams und tiefen Growls, doch leider war der Sänger der einzige, der mich etwas begeistern konnte.
www.Esker.nl
Es folgten Elexorian, ebenso aus den Niederlanden. Es folgte so genannter Battle Metal. Was das genau ist hab ich immer noch nicht herausgefunden. Ein paar mehr Leute waren schon begeistert, doch mich konnte auch das nicht so richtig vom Hocker hauen.
www.Elexorian.com
Als nächstes gab es schon mal etwas für die Optik. Mind Scan aus Rotterdam. Leicht bekleidete Mädels haben meistens Erfolg, auch wenn es musikalisch nicht so wirklich fetzt. Es ging eher in den Bereich des Metalcore. Manche scheine es zu mögen, aber mich kann diese Musik einfach nicht reizen. Allerdings sammelten sich schon ein paar mehr Leute.
www.scanyourmind.com
Nun ging es aber schon etwas mehr in meine Richtung. Monastery, ebenso aus dem kleinen Land der guten Deathmetal Bands. Thrash Death brezelte aus den Boxen und versüßte einem die Biere und es wurde auch ein wenig getanzt. Leider war der Sound immer noch ziemlich übel, was verhinderte einen wirklich zum Schunkeln zu bewegen.
www.Monastery.nu
Als nächstes baten Engine Of Pain zum Tanze. Thrash mit viel Einfluss aus dem Hardcorebereich. Erinnerte mich teilweise an The Haunted was als positiv zu sehen ist. Somit brettern die fünf Holländer einen doch sehr amtlichen Gig ins Publikum. Sehr gut gefielen mir die Gitarrenparts, das wiegte den etwas zu sehr gebrüllten Gesang wieder auf.
www.Eingine Of Pain.com
Nun kamen meine persönlichen Favoriten, The Lucifer Principle, ebenso aus dem Lande des Achtelfinalisten. Ihren Old School Death spielen sie einfach mit viel Feuer. Live gewinnt das Fünfer durch einen echten Contrabass natürlich ordentlich an Aufmerksamkeit. Es groovte wie Hölle.
www.TLP.nl
Nun kam was kommen musste, Snakes & Sirens betraten die Bühne und Ziege hatte sich durch wenig Schlaf, keinem Essen und wohl etwas zu viel Bier übernommen und gönnte sich eine Auszeit, obwohl die Band doch sehr interessant klang. Gute Melodien schallten aus den Boxen, doch ich entschwand in die tiefen des Zeltes, um eine kurze Auszeit zu nehmen.
www.Snakes & Sirens.nl
Somit verpasste ich schlafender Weise folgende Bands.
Portall ( NL)
Serenade Of Darkness (NL)
Contradiction (DE)
Salacious Gods
Für diesen Ausfall sollte man mich eigentlich steinigen. Aber leider macht es keinen Sinn über verschüttete Milch zu debatieren.
Ich erwachte erst, als sich die Herren von Sinister zur Bühne begaben.
Diesen lauschte ich nun aus dem Zelt und war wie immer sehr angetan. Es groovte und rumpelte einfach sehr genial, wie man die alten Herren kennt. Mit Aad am Gesang gefallen sie mir wieder besser, da gerade das Götteralbum „Cross the Styx“ wieder die Hörmuscheln freiblässt.
www.Sinister.nu
Da Eluveitie aus der Schweiz nun mittelalterlichen Klängen daherkamen, verweigerte ich erneut meine Präsens vor der Bühne und lauschte wiederum nur den Klängen. Es klang eigentlich ziemlich gut, doch leider reichte es nicht mich aus dem mulmigen Schlafsack zu locken.
www.Eluveitje.ch
Den krönenden Abschluss machten die Stromrider aus den Niederlanden. Was mir da nochmals zu Ohren kam war wirklich vom Feinsten. Es wurden Death Metal Klassiker gespielt, dass es einem beinahe die Tränen in die Augen trieb. Einfach genial, sogar aus meinem Schlafsack heraus. Ein besserer Sound wäre natürlich wünschenswert gewesen, aber trotz allem gab es an diesem Abschluss nicht wirklich was zu mäkeln, außer meiner Bequemlichkeit doch lieber aus dem Zelt zu lauschen.
www.Stormrider.nl
Bleibt abschließend nur zu sagen, dass es ein tolles Festival war, schöne Musik, spitzen Atmosphäre und faire Preise. Das sollte eigentlich so einigen deutschen Metalheads reichen, ihren Arsch zu heben und dieses Festival zu besuchen. Ich werde nächstes Jahr wieder dort sein und würde mich über Begleiter im Zug freuen, mit denen man die Zeit der Anreise verkürzen kann.
Kontakt zum Festival findet ihr auf www.OccultFest.nl |