Fangen wir zugleich mit der schlechten Nachricht an, leider konnte ich erst um 21:00h in der Markthalle sein und hatte somit meine persönlichen Faves „Hatesphere“ verpasst, welche den Abend eröffneten. Auch Ektomorf hatten bereits ihr Set beendet. Somit kam ich „nur“ in den Genuss von Dark Tranquility und Kreator.
Zu Beginn wurde mir gleich klar, heute wird es richtig schön voll, warm und kuschelig. Kein Wunder, bei vier wirklich guten Bands und einem „normalen“ Eintrittspreis.
Entsprechen war die Stimmung auch wirklich auf einem sehr hohen Spasslevel. Das Publikum war begierig darauf Dark Tranquility zu sehen, zu hören, zu fühlen.
Diese kamen dann auch kurz nach 21:00h auf die Bühne und legten gleich ein volles Brett
vor. Insgesamt war der Sound okay, allerdings hätten die Gitarren eine Prise lauter sein können. Störte aber nur wenig, denn mit einem Mikael Stanne als Frontmann kann beinahe nichts schief gehen. Es gibt nur wenige Sänger die eine solch sympathische Ausstrahlung haben. Also rockten Dark Tranquility die Bude, überzeugten durch spielerisches Können und einer ordentlich Portion Spaß.
Sie sind wirklich eine Band, wo es sich immer wieder lohnt hinzugehen, denn ich bin jedes mal wieder beeindruckt, wie viel Spaß der Sechser an seiner Musik und dem Publikum hat. Musikalisch beschränkten sie sich auch nicht auf bestimmte Alben, wobei natürlich „Charakter“ im Vordergrund stand. Beendet haben die Schweden ihr Set mit dem Übersong vom Damage- Album „Final Resistance“. Dies leider schon nach ca. 45 Minuten und ohne Zugabe, welche von den Zuschauern vehement gefordert wurde.
Nach ca. 20 Minuten Pause folgten dann Kreator. Nun was soll man noch groß zu denen sagen. Hab sie nicht zum ersten Mal gesehen und bestimmt auch nicht zum letzten Mal. Sie sind immer einfach gut. Meine Zensurenvergabe liegt immer irgendwo bei 2- bis 2+. Will man ein garantiert gutes und von den Kosten her günstiges Konzert, dann geh’ zu Kreator oder Sodom. Diese beiden Bands sind die Thrash-Götter Deutschlands (okay, Sodom, Destruction, Holy Moses und Tankard auch).
Mit ihrem echt starkem Album „Enemy of God“ im Rücken war klar, es wird ordentlich was vor die Fresse geben. Und so kam es auch. Mille strotzte vor Energie und war wie eigentlich immer gut bei Stimme und man spürte seine Aggression, welche er in seiner Musik und seinen Texten zum Ausdruck bringen will. Die Stimmung war auf einem absoluten Höhepunkt. Solch einen Level zu erreichen dürfte der Traum vieler Bands sein, aber nur wenige werden ihn je erreichen. Dem Publikum ging es bestens, der Band auch - so soll es sein. Beim nächsten Kreator-Konzert werde ich bestimmt wieder dabei sein.
Fazit: Spielt ein Urgestein der Metalszene, kann man sich wirklich immer getrost darauf verlassen, dass es ein Hammer wird. Mit Dark Tranquility waren im Vorprogramm nun auch keine Jungspunde mehr, die Live auch immer zu den besten zählen. Leider habe ich mit Ektomorf und Hatesphere zwei echte Knaller noch verpassen müssen, aber trotzdem war es ein wirklich tolles Konzert.
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