Illdisposed – My Darkest Hate – Ophis
Headbangers Ballroom 19.03.2005
Auf zum Headbangers hieß es am Samstag, da die Dänen von Illdisposed mit guter Verstärkung zum Ohrenschmaus luden.
Eins gleich vorneweg. Der Eintritt mit Euro 15,- war relativ happig, aber es war Samstag und nach meiner Ansicht waren zumindest zwei wirklich gute Bands vertreten. Erwähnt werden muss auch, dass der Sound bei allen drei Bands sehr gut war. Einzig bei Illdisposed hörte ich negative Stimmen, ich für meinen Teil konnte das aber nicht nachvollziehen, denn ich konnte alle Instrumente hören.
Kommen wir zu Ophis. Schwierig zu beschreiben, denn als es losging, gefiel mir der Anfang relativ gut. Es war eher ruhig und stampfend. Allerdings wurde es mir persönlich nach 15 Minuten zu langatmig. Bühnenshow war leider auch relativ spärlich, was nicht unbedingt dazuführte, dass es über diesem Wege noch einen Sympathieschub hätte geben können. Nach ca. 45 Minuten Spielzeit verließen Ophis die Bühne und ernteten doch eine gute Portion Applaus.
www.ophis.net
Anschließend folgten My Darkest Hate. Die fünf Jungens kenne ich nun schon eine Weile und war gespannt, wie sie mir diesmal die Birne wegblasen wollten.
Antwort: Ganz einfach, geile Songs, geile Bühnenshow und geile Atmosphäre. Die Gitarren schnitten gut in den Ohren, der „Gesang“ ging schön in die Hirnschale. So in etwa hatte ich mir das vorgestellt, wenn es mich wirklich beeindrucken sollte. Ganz klar war das ein richtig guter Gig. Bestätigt von der „Prominenz“ (Paul Speckmann und Holy Moses). Das machte richtig Laune auf mehr. Leider verließen M. D. H. nach 60 Minuten und einer Zugabe die Bühne.
www.mydarkesthate.de
Gut war aber natürlich die Tatsache, das nun Illdisposed folgte. Und wie diese folgten. Habe mich ganz nach vorne gestohlen, damit ich auch ja nichts verpasse. Das lohnte sich. Bo Summer holte aus seinem Körper wirklich alles raus. Denke er hat den Beweis erbracht, warum er auch Subwoofer genannt wird. Ich durfte das aus nächster Nähe erfahren, denn der Gute kam direkt vor meine Visage und brüllte mich aus 10 cm Entfernung an.
Insgesamt war er sehr beweglich und heizte der Menge unglaublich ein. Echter Wahnsinn. Dazu kamen wirklich gute Ansagen, die einem immer wieder ein Grinsen auf die Futterluke zauberte. („Wir sind die schwulen Nutten aus Dänemark“; „Sagt man einem Italiener sein Schwanz ist zu klein antwortet er macht nichts, ich schieb die Eier mit rein“ um nur zwei Beispiele zu nennen). Für diesen Auftritt muss ich wirklich eine eins vergeben, denn es stimmte alles. Songauswahl Atmosphäre, spielerisches Können und das Publikum. Hätte ich vier Daumen würde ich sie hochhalten.
www.illdisposed.dk
Denke das Fazit ist klar. Es war einfach ein tolles Konzert, bei dem nahezu alles stimmte. Einzig der Preis lässt mich mosern, aber wahrscheinlich muss man sich zukünftig damit abfinden.
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